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Sonntag, 21 September 2014 11:36

The wildest dream

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Nach einer längeren Pause will ich die Rubrik Kulturelles wieder fortetzen. Auch wenn es sich bisher um Liedertexte handelte,  will ich diesmal mit einem Mehrteiler über zwei Personen beginnen, die mich schon seit langem beeindrucken und deren Geschichte  nicht nur mich sondern eine ganze Gemeinschaft fasziniert und spaltet. Ich hoffe, Euer Interesse geweckt zu haben und wünsche viel Spass beim Lesen.

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde. Er wurde nach dem englischen Landvermesser George Everest benannt. Er befindet sich im Mahalangur Himal in der Region Khumbu in Nepal an der Grenze zu China, dessen autonomen Teil Tibet. In der Sprache Nepals heisst der Berg Sagarmatha, die Tibeter nennen ihn Qomolangma, dessen deutsche Aussprache „Tschomolangma“ lautet. Die englische Umschrift ist „Chomolungma“. Übersetzt bedeutet der Name sowiel wie "Mutter Göttin der Erde" und wird von den Tibetern als Heiligtum verehrt.

Am 19. Mai 1953 standen Edmund Hillary und sein Sherpa Tenzing Norgay auf dem Gipfel des Mt. Everest. Seitdem gelten sie als Erstbesteiger des höchsten Gipfels der Erde. Aber sind sie das wirklich? Standen bereits 1924 zwei Engländer auf diesem Gipfel? Das hier ist ihre Geschichte.

George Leigh Mallory und Andrew Comyn Irvine, genannt Sandy, wollten als erste Menschen den Gipfel des Mt. Everest erreichen. Am Morgen des 8. Juni 1924 verliesen sie ihr Lager VI in 8140 Metern Höhe und stiegen immer höher und höher, bis sie am frühen Nachmittag dieses Tages in den Wolken verschwanden. Seit diesem Augenblick galten George Mallory und Sandy Irvine als verschollen und stellen das größte Rätsel in der Historie des alpinen Bergsteigens dar. Was geschah an diesem schicksalsträchtigen Tag und sind sie die wahren Erstbesteiger des höchsten Berges der Erde?


Wer war eigentlich George Mallory?

 

Er war nicht der Über-Bergsteiger mit mythischen Fähgkeiten. Er war auch kein realitätsfremder Fantast und Träumer. Oft wird er in der entsprechenden Literatur als solcher oder solcher beschrieben. Seine überlieferten Erstbesteigungen in Wales sind in entsprechenden Publikationen beschrieben und belegt. Ambitionierte Bergsteiger, die später seinen Routen folgten, beschreiben ihn als definitiv extrem talentierten und wagemutigen Kletterer, der die damaligen Grenzen verschob. In seiner träumerisch romantischen und philosophischen Einstellung zum Bergsteigens verglich er Bergsteiger mit Künstlern, welche die emotionale Erfahrung zum Selbstzweck kultivieren. Er wusste um die ungeheuere Bedeutung der Erstbesteigung des Mt. Everest und wie er diese als Sprungbrett für seine Karriere und die Versorgung sener Familie nutzen konnte. Am Berg war er seiner Zeit weit voraus, was Taktik und Routenfindung betreffen. Noch heute unterscheidet sich die Standardroute an der Nordseite des Everest kaum von seiner damals gewählten Route. Mallorys Mythos beruht auf seinen Stärken, seinem Pioniergeist und seinem geheimnissvollem Ende an den Flanken des Everest. Was ihn aber noch faszinierender und liebenswerter macht, sind seine so offensichtlichen Schwächen. Sprichwörtlich legendär ist seine Vergesslichkeit. Bereits 1922 war er unter dem Leiter General Bruce auf einer Expedition am Everest. Dieser beschrieb ihn treffend: "Er ist ein lieber Kerl, vergisst aber seine Schuhe bei jeder Gelegenheit." Ein weiteres Markenzeichen war seine absolute Unordentlichkeit. Der junge Athlet hinterließ am gesamten Berg seine Spuren der Unordentlichkeit. So suchte er sich stetes Partner, deren Stärken seine Schwächen waren. Im echten Leben war dies seine Frau Ruth, bei seinem Letzten Gifelsturm war es Sandy Irvine.


In george Mallory lebten zwei widersprüchliche Leidenschaften. Dies war auf der einen Seite die tiefe Liebe zu seiner Frau Ruth und zu seinen Kindern. Diese stand im inneren Kampf mit seiner Obsession Mount Everest. Bzeichnend die Antword auf die Frage eines Reporters, warum er den Erverest besteigen wolle: "Weil er da ist!". Dreimal verlor die Leidenschaft Liebe diesen Kampf gegen die Leidenschaft Berg. Die Tragödie von 1924 ließ als Konsequenz eine Frau und drei kleine Kinder zurück.

Man könnte mit der Geschichte über George Mällory noch ettliche Seiten füllen, doch würde dies den Rahmen unserer Rubrik sprengen. Wenn ich Euer Interesse an diesem faszinierenden Mann geweckt habe, findet Ihr genügend Biogaphien im Internet, die ihn aussagekräftiger beschreiben, als ich es hier könnte.

 

Im nächsten Teil möchte ich Euch gerne die Person Andrew Irvine vorstellen.

 

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Quelle: Jochen Hemmleb - Tatort Mount Evetrest: Der Fall Mallory

Gelesen 2292 mal Letzte Änderung am Sonntag, 21 September 2014 11:45

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